Küste, Stadt und Marsch. Heide, Hügel, Harz.
Schon gewusst? Niedersachen ist das zweitgrößte Bundesland Deutschlands. Und es ist das einzige Bundesland, das sowohl Zugang zum Meer als auch zu einem Gebirge hat. Zwischen Nordseeküste und Harz liegen gut 250 Kilometer – und fünf Kulturlandschaften mit ihren ganz eigenen Charakteren:
- Küste & Inseln
- Flüsse & Kanäle
- Moore
- Geest & Heide
- Hügel, Berge & Börde
Unnützes Wissen? Fakten über Niedersachen
Ob Kneipenquiz im Harz oder Smalltalk am Strand: Mit diesen vier Fakten können Sie immer punkten.
Große Berge
Der Wurmberg bei Braunlage ist mit 971 Metern der höchste Berg im Norden Deutschlands.
Kleine Berge
Die Weiße Düne auf Spiekeroog ist die höchste Erhebung Ostfrieslands. Sie misst rund 24 Meter.
Viele Nachbarn
Niedersachsen grenzt an die Niederlande sowie an neun Bundesländer – darunter Bremen, Hessen und Sachsen-Anhalt.
Viel Moor
Nirgendwo in Deutschland gibt es so viel Moor wie in Niedersachsen. Ein Großteil der Flächen steht unter Naturschutz.

Eine geführte Wattwanderung auf der Nordseeinsel Spiekeroog. Bild: CrossMediaRedaktion, TourismusMarketing Niedersachsen GmbH
Küste & Inseln: Leben zwischen Ebbe und Flut
Die Füße im Schlick, die Haare im Wind. Millionen von Touristen zieht es jedes Jahr auf die ostfriesischen Inseln oder an das gegenüberliegende Festland. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Menschen, die hier leben. Doch das niedersächsische Wattenmeer ist nicht nur Naherholungsgebiet, sondern auch Heimat tausender Tier- und Pflanzenarten, wichtiger Rastplatz für Zugvögel und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Wattenmeer.

Eine Autofähre setzt bei Neu Darchau über die Elbe über. Bild: Markus Tiemann, Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Flüsse & Kanäle: Die Wasseradern Niedersachsens
Aller und Leine, Elbe und Mittellandkanal: Ein dichtes Netz von Flüssen und Kanälen fließt durch Niedersachsen – auf insgesamt 1.500 Kilometern sind sie mit dem Schiff befahrbar. Wobei es inzwischen mehr Menschen gibt, die auf Fahrrädern neben den Flüssen herfahren: Nicht nur die Radwege an Weser und Elbe sowie die Dortmund-Ems-Kanal-Route sind beliebt bei Radfahrern aller Altersgruppen. Übrigens: Die Weser ist der einzige große Fluss, der ausschließlich durch Deutschland fließt.
Moore in Niedersachsen: Gut für Klima und Kranich
Niedersachsen ist das moorreichste Bundesland Deutschlands. Da Moorlandschaften früher schwer zu besiedeln waren, sind sie bis heute wenig bevölkert. Und das ist gut so, denn intakte Moore erfüllen wichtige Funktionen für den Klimaschutz und die biologische Vielfalt. Zahlreiche Vogelarten sind hier zuhause, darunter Kraniche, Bekassinen, Krick- und Löffelenten sowie der seltene Schwarzhalstaucher. Rundwege führen Wanderer nah an diese Naturvielfalt.

Die Landschaft in der Lüneburger Heide bei Sonnenuntergang. Bild: Dominik Ketz, Lüneburger Heide GmbH
Heide: Sandig, trocken, wunderschön
Wer an Natur in Niedersachsen denkt, kommt an der Lüneburger Heide nicht vorbei. Dabei ist die Heidelandschaft nicht natürlich entstanden, sondern menschengemacht: durch jahrhundertelange Rodung der Wälder und Beweidung mit Schafen. Bis heute sorgen die berühmten Heidschnucken dafür, dass die Böden trocken und sandig bleiben – ideale Bedingungen für die Heideblüte, die im Spätsommer zahlreiche Besucher anlockt.

Ein Skifahrer auf dem verschneiten Wurmberg im niedersächsischen Harz. Bild: Nico Mußmann, Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Die höchsten Berge Niedersachsens: Der Harz
Rund um das Weltkulturerbe Goslar erstreckt sich das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands. Im Harz kommen Geschichtsinteressierte genauso auf ihre Kosten wie Menschen, die gerne wandern, Mountainbike oder Ski fahren. Auf dem Wurmberg befinden sich das höchste Skigebiet und der höchste Bikepark Norddeutschlands.
Übrigens: Mit sechs Talsperren, die bis zu 182 Millionen Kubikmeter Wasser speichern, versorgt der Harz Millionen Menschen mit Trinkwasser. Die sanft geschwungenen Hügel im Harzer Vorland heißen im Norden Börde. In Niedersachsen erstreckt sie sich insbesondere rund um Hildesheim und Braunschweig – und hat dabei besonders fruchtbare Böden im Agrarland zu bieten.

Der alte Hafen vor der Fachwerk-Kulisse in Stade. Bild: Francesco Carovillano, Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Städte in Niedersachsen: Von Fachwerkidylle bis Industriemetropole
Braunschweig und Wolfsburg, Oldenburg und Osnabrück, Göttingen und die Hauptstadt Hannover: Sechs Großstädte prägen als Wirtschafts- und Kulturzentren das Leben in Niedersachsen. Dabei sollten die kleineren Orte nicht unterschätzt werden. Ob Fachwerk in Hameln oder Backsteingotik in Lüneburg, Kreuzfahrtschiffe aus Papenburg oder Windkraftanlagen aus Aurich – Niedersachsens Städte haben viel zu bieten.

